Naemlich weil ich gar keinen gesehen habe:( Dafuer aber einen Leoparden, und dass aus einer Naehe, dass das nach den Worten der Wildhueter dort viel auszergewoehnlicher ist. Aber auch der hat mehr nach der Wildkatze und den anderen Viechern geschaut als nach den komischen Besuchern im Jeep;)
Auszer dem Ranthanbhore National Park habe ich mir in den letzten paar Tagen noch Agra, Jaipur und Jaisalmer angeschaut. Bis auf das schweineteure Taj Mahal gab es in Agra nicht soo viel zum sehen, Essen und Unterkunft waren zwar billig, aber dafuer auch von dementsprechender Qualitaet, und als kroenenden Abschluss bin ich am Abend noch in den furchtbar stinkenden unueberdachten Straszengraben getappt. Lecker!
Jaipur war dafuer ganz anders: Gut, am Bahnhof musste ich mir die uebliche Schlacht mit den Rikshaw-Fahrern geben, aber nachdem ich das gemeistert hatte (irgendendwann bekommt man darin Routine), erlebte ich einen angenehmen, entspannten Tag in der Hauptstadt Rajasthans. Und auch wenn ich im Voraus anderes gehoert hatte, ich finde schon, dass die Maharadjas einen gewissen Stil hatten/haben. Und den leckersten Eiskaffe seit langem habe ich dort genossen…
Am Montag bin ich dann in Jaisalmer, ziemlich abgeschnitten im Westen, angekommen. Endlich wieder mal ein anstaendiges Hotel, habe ich mir zumindest gedacht. Nach vier Naechten im Zug mit teilweise sehr unchristlichen Zeiten ein Genuss. Irgendwann langts, wenn der Zug um 12 noch eine Stunde Verspaetung hat und man in einem Kaff ist in dem seit sechs Uhr total tote Hose ist und man schon seit drei in der Frueh wach ist und fast von einem Wildschwein ueberrant wurde (also das war jetzt wieder Ranthanbhore). In diesen vier Tagen habe ich auch meine Nahrungsaufnahme total durcheinandergebracht, so dass ich mich eigentlich immer nur von einem kargen Abendessen und drei-vier Samosas zu Mittag ernaehrt habe. Mein Magen hat sich darauf irgendwie eingetellt. Blosz als ich dann in der gluehend heiszen Wuestenstadt Jaisalmer angekommen bin, brauchte ich etwas mehr Energie, hatte aber irgendwie keinen Hunger. Kein Wunder, dass man unter diesen Umstaenden den fuenf Prozent Dreck im Essen nicht mehr gewappnet ist. Selber schuld, aber so kam es dazu, dass ich doch noch zum Ende meiner Reise Probleme mit der Verdauung bekommen habe, einhergehend mit Mineralien- und Vitaminmangel, ergo ziemlich unangenehmen Erscheinungen. Besonders, wenn das erst so richtig los geht, wenn man bei 40 Grad in der prallen Sonne auf einem Kamel zwei Tage durch die Wueste trabt… von da her habe ich die eigentlich ganz nette Wuestensafari leider nicht ganz so genieszen koennen.
Dafuer habe ich heute dann in Jaisalmer ein oesterreichisches Restaurant gefunden in dem ich mir eine Fritattensuppe und ein Schnitzel Wiener Art (aus gegebnen Anlass zwar nur vom Hendl, aber immerhin) eingefahren habe;) Meinem Magen geht es seitdem wieder einiges besser.
Morgen begebe ich mich dann noch ein letztes Mal in einen indischen Nachtzug, fuer die 13-stuendige Rueckfahrt nach Jaipur. Dort werde ich mir dann den Rest von der Stadt anschauen (und hoffentlich diesmal nicht die Kamera im Rucksack lassen). Dann stehen mir nur noch zwei kurze Fluege nach Mumbai und zwei Tage spaeter Chennai bevor, und ich kann es kaum glauben, in einer Woche bin ich schon wieder auf dem Weg nach Hause… die Zeit vergeht so schnell…