Der Thomas zieht um

18. Mai 2009

Also der Blog zieht um. Ich selber würde zwar auch gerne umziehen, aber das ist eine andere Geschichte. Falls jedoch jemand von euch ein freies WG-Zimmer in München weiß, bitte sagt es mir weiter!

Weit ging der Webseitenumzug zwar nicht – die Seite liegt auf dem gleichen Server, aber da ich dort jetzt meinen eigenen Account habe ist es wohl sinnvoller, die Seite auch hier abzulegen. Wobei sich bei meiner bescheidenen Aktivität seit März eigentlich eh nicht viel ändert…

Vielen Dank noch mal dem Manuel, der mir in der Zwischenzeit so großzügig den Platz zur Verfügung gestellt hat! Sonst hätte das alles nicht so schön geklappt. Die alte Seite wird hoffentlich noch eine Weile zugänglich bleiben, aber nur damit man das hier auch mitbekommt.

Dies ist also mein letzter Eintrag auf der alten Seite und mein erster auf der neuen. Ab jetzt geht’s hier weiter!

Der Countdown lauft…

22. März 2009

Jetzt sind es mehr Stunden als Tage dass ich mich noch in Indien aufhalte. Ich schreibe gerade aus Mumbai. Morgen geht es ab nach Chennai und praktisch am Tag darauf schon zurueck ins kalte Muenchen… wahnsinn, also es ist zwar irgendwie klischeehaft und ausgelutscht zu sagen, aber die Zeit auf dem Subkontinent ist schon wahnsinnig schnell vergangen.

Bombay (irgendwie haben sie sich noch immer nicht auf einen endgueltigen Namen geeinigt) ist muss ich sagen auch eine schone, ziemlich ruhige Stadt. Letzteren Eindruck habe ich wahrscheinlich nur deshalb, weil sie auch die einzige Stadt Indiens ist in dem die Sonntagsruhe groesztenteils eingehalten wird. Ist aber relativ angenehm, weil einkaufen will ich eh nichts mehr (und schon gar keine Trommeln!) und etwas weniger Hektik ist eigentlich selten verkehrt.

Aufgenommen wurde ich ueberraschenderweise von Ranjits Familie, die etwas auszerhalb wohnt: Ranjit ist ein weiterer Freund Siddarths, den ich kurz in Kalkutta getroffen habe, und der mir spaeter angeboten hat, bei seinen Eltern und Groszeltern zu uebernachten. Und deren Gastfreundschaft ist echt herzlich! Fuer heute haben sie mir sogar ein “Travel assignment” geschrieben, dass ich mich ja nicht verlaufe;) Danke! (auch wenn sie das hier wohl nicht lesen werden)

So, dann muss ich mich wohl wieder auf den Weg zum Zug machen, ein typisch indisches Familienessen steht an.

…und nicht vergessen, Mittwoch Abend, Cafe Westend!

Nein, der Tiger hat mich nicht gefressen

18. März 2009

Naemlich weil ich gar keinen gesehen habe:( Dafuer aber einen Leoparden, und dass aus einer Naehe, dass das nach den Worten der Wildhueter dort viel auszergewoehnlicher ist. Aber auch der hat mehr nach der Wildkatze und den anderen Viechern geschaut als nach den komischen Besuchern im Jeep;)

Auszer dem Ranthanbhore National Park habe ich mir in den letzten paar Tagen noch Agra, Jaipur und Jaisalmer angeschaut. Bis auf das schweineteure Taj Mahal gab es in Agra nicht soo viel zum sehen, Essen und Unterkunft waren zwar billig, aber dafuer auch von dementsprechender Qualitaet, und als kroenenden Abschluss bin ich am Abend noch in den furchtbar stinkenden unueberdachten Straszengraben getappt. Lecker!

Jaipur war dafuer ganz anders: Gut, am Bahnhof musste ich mir die uebliche Schlacht mit den Rikshaw-Fahrern geben, aber nachdem ich das gemeistert hatte (irgendendwann bekommt man darin Routine), erlebte ich einen angenehmen, entspannten Tag in der Hauptstadt Rajasthans. Und auch wenn ich im Voraus anderes gehoert hatte, ich finde schon, dass die Maharadjas einen gewissen Stil hatten/haben. Und den leckersten Eiskaffe seit langem habe ich dort genossen…

Am Montag bin ich dann in Jaisalmer, ziemlich abgeschnitten im Westen, angekommen. Endlich wieder mal ein anstaendiges Hotel, habe ich mir zumindest gedacht. Nach vier Naechten im Zug mit teilweise sehr unchristlichen Zeiten ein Genuss. Irgendwann langts, wenn der Zug um 12 noch eine Stunde Verspaetung hat und man in einem Kaff ist in dem seit sechs Uhr total tote Hose ist und man schon seit drei in der Frueh wach ist und fast von einem Wildschwein ueberrant wurde (also das war jetzt wieder Ranthanbhore). In diesen vier Tagen habe ich auch meine Nahrungsaufnahme total durcheinandergebracht, so dass ich mich eigentlich immer nur von einem kargen Abendessen und drei-vier Samosas zu Mittag ernaehrt habe. Mein Magen hat sich darauf irgendwie eingetellt. Blosz als ich dann in der gluehend heiszen Wuestenstadt Jaisalmer angekommen bin, brauchte ich etwas mehr Energie, hatte aber irgendwie keinen Hunger. Kein Wunder, dass man unter diesen Umstaenden den fuenf Prozent Dreck im Essen nicht mehr gewappnet ist. Selber schuld, aber so kam es dazu, dass ich doch noch zum Ende meiner Reise Probleme mit der Verdauung bekommen habe, einhergehend mit Mineralien- und Vitaminmangel, ergo ziemlich unangenehmen Erscheinungen. Besonders, wenn das erst so richtig los geht, wenn man bei 40 Grad in der prallen Sonne auf einem Kamel zwei Tage durch die Wueste trabt… von da her habe ich die eigentlich ganz nette Wuestensafari leider nicht ganz so genieszen koennen.

Dafuer habe ich heute dann in Jaisalmer ein oesterreichisches Restaurant gefunden in dem ich mir eine Fritattensuppe und ein Schnitzel Wiener Art (aus gegebnen Anlass zwar nur vom Hendl, aber immerhin) eingefahren habe;) Meinem Magen geht es seitdem wieder einiges besser.

Morgen begebe ich mich dann noch ein letztes Mal in einen indischen Nachtzug, fuer die 13-stuendige Rueckfahrt nach Jaipur. Dort werde ich mir dann den Rest von der Stadt anschauen (und hoffentlich diesmal nicht die Kamera im Rucksack lassen). Dann stehen mir nur noch zwei kurze Fluege nach Mumbai und zwei Tage spaeter Chennai bevor, und ich kann es kaum glauben, in einer Woche bin ich schon wieder auf dem Weg nach Hause… die Zeit vergeht so schnell…

Neues aus der Hauptstadt

12. März 2009

Also ich meine aus der indischen. Und den Titel hat sich Delhi schon verdient. Genug anzuschauen gab es auf jeden Fall für die letzten zweieinhalb Tage. Aber so viel mehr Neues, außer dass ich Kaschmir heil überstanden habe, mein Hausboot auf dem Dal-See nicht untergegangen ist, ich mich nicht dazu überreden lassen konnte einen Teppich zu kaufen, vier Stunden lang auf dem Flughafen von Srinagar gewartet habe, weil ich Trottel mich auf dem Ticket verschaut habe, dass dann noch einmal eine Stunde Verspätung dazukam, dass die Maschine nicht abgestürtzt ist, dass Delhi ein ganzes Eck vernünftigere Preise hat als der touristische Teil an der umstrittenen pakistanischen line of control, dass es hier in Delhi gigantische Gebäude, unter anderem den genial von Engländern ge- und Japanern re-styleten Lodi-Park, und sehr gutes Essen gibt, dass es mir deshalb hier sehr gut gefallen hat, mehr Neues gibt es eigentlich nicht. Außer vielleicht, dass ich meinen Plan für die nächsten Tage etwas umgestaltet habe (dem geneigten Leser wäre bestimmt nicht entgangen, dass ich heute eigentlich wo anders sein hätte sollen),  dass ich zwei schlafarme Nächte in indischen Zügen vor mir habe, in der Zwischenzeit mich in Ranthanbore nach Tigern umschaue, dass ich nach einem Nickerchen auf einer Parkbank vor dem Taj Mahal mir eine weitere kurze Nacht in Agra geben werde, weil ich schon um sechs in der früh mit dem Zug nach Jaipur und von dort bald darauf weiter nach Jaisalmer zu den Kamelen und in die Wüste fahre, das wäre vielleicht noch zu erwähnen gewesen. Aber das ist ja gerade geschehen.  Na gut, dann begebe ich mich einmal auf Nahrungssuche, bevor wieder irgendein Tanker im Mittelmeer nach dem Unterwasserkabel angelt. Bis bald, und drückt mir morgen früh (oder eher Nacht, so gegen Zwei Uhr bei euch) die Daumen, dass ich nicht von einem Tiger gefressen werde;)

Schoene Gruesze aus Kaschmir!

07. März 2009

…sogar von ca. 2700 m Seehoehe;) Endlich habe ich es geschafft, doch noch einmal die weisze Pracht in dieser Saison zu erleben. 36 Grad waren einfach zu viel….

Leider ist das Wetter nicht mehr ganz so, wie ich es bestellt hatte: Also eigentlich waere es ja in Ordnung, wuerden die Liftbetreiber wegen einer kleinen (na gut, schon ziemlich dichten) Wolke die ganze interessante obere Haelfte der Seilbahn sperren. Dafuer hatte ich gestern genug Gelegenheit, den 4000+m hohen Berggipfel zu besteigen (ganz schoen anstrengend!) und in fast unberuehrten, firnigen Schnne hinunterzugleiten… Hoffentlich wird es morgen wieder genauso!

Ach ja, Kalkutta war soweit auch toll. Und, auch wenn er das hier wahrscheinlich nicht liest und noch weniger versteht, muss ich mich auch noch ganz herzlich bei Prasen bedanken, der mich supertoll aufgenommen hat und mir trotz Pruefungsstress die Stadt gezeitgt hat. Und natuerlich bei (Sid) Sareen (wie er dort mehr genannt wird), der mir das ganze organisiert hat!

So, ein Tag im Schnee bleibt mir noch, dann hoffe ich, dass sich die Stimmung in Srinagar etwas beruhigt hat dass man da auch wieder mit Autos fahren und auf dem Dal-See uebernachten darf. Und dann bin ich auch schon wieder weiter suedlich, Delhi steht an…

(Bilder gibt’s spaeter. Wenn jemand fragt, warum, dann soll er bitte die Leitug nach Gulmarg selber verlegen oder mir noch zwei Tage zum warten spendieren;)

Dem Thomas wird’s zu heiß

02. März 2009

Und deshalb ist er endlich raus aus der Pampa. Also morgen früh.
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Natürlich nicht, ohne noch eine oder ein paar gebührende Abschiedsfeiern zu feiern;) Leider ist deshalb alles etwas drunter und drüber gegangen, so dass ich nicht mehr dazu gekommen bin, einen vernünftigen Abschiedstext zu schreiben. Und leider auch nicht, um die letzten Fotos hochzuladen:( Aber die kommen noch! Sofern ich Zeit habe und auf meiner Reise auf Indernetcafés treffe, dann ergieße ich mich vielleicht dafür dann literarisch auf dieser Webseite. Mal schauen.

Jetzt geht es erst mal los. Und damit jeder weiß, wo genau ich verschollen bin, hier mein Reiseplan:

03    ->(F)Kalkutta, anschauen
04        Kalkutta
05    ->(F)Gulmarg
06        Schifahren
07        Schifahren
08        Schifahren
09        Schifahren/Srinagar anschauen
10    ->(F)Delhi
11        Delhi anschauen
12        (B) Corbett Tiger Reserve (falls nicht, weiter Delhi)
13    ->(Z)nach Agra reisen (Taj Express), Agra anschauen
14        Taj Mahal
15    ->(Z)Jaipur, Rest vom Tag anschauen ->(NZ…)
16    ->(…NZ)Jaisalmer, Jaisalmer anschauen
17        Kamelsafari
18        Kamelsafari
19        Jaisalmer/Ruhetag (Puffer) ->(NZ…)
20    ->(…NZ)Jaipur, anschauen
21    Jaipur… ->(F)Mumbai
22        Mumbai
23    ->(F)Chennai
24    Chennai, Rückflug
25—-München——————-

Sofern kein Flug gestrichen wird, die Züge nicht mehr als ein paar Stunden Verspätung haben und die Pakistanis in den nächsten Tagen nicht beschließen, dass Kaschmir zu schön zum Schifahren für mich ist, bleibe ich hoffentlich gut unterwegs. Ich freu mich schon.

Apropos, falls es irgendwer am 25. ins Café Westend schafft, ich wär da;)

Das Ende naht…

22. Februar 2009

… zumindest von meiner Zeit in Chennai. Und damit auch von der mittlerweile eingespielten Routine. In den letzten Wochen habe ich nicht viel neues gemacht, oder ich hatte mich einfach schon daran gewöhnt, dass man sich in Indien über nichts wundern darf;) Aber jetzt ist bald Zeit für etwas Neues. Man kann einfach nicht die ganze Zeit arbeiten, Geburtstags-/Abschieds-/Sonstwie-Parties feiern, zum Ausgleich ein bisschen Sport machen und die Zwischenzeit mit dem üblichen Rest füllen. Wobei, den zweiten Punkt und die Leute werde ich schon auch bald vermissen…
Na ja, so viel Zeit, sentimental zu werden habe ich eigentlich gar nicht. Eine Woche habe ich noch für meine drittel-halbe Semesterarbeit, da muss ich mich noch gut hineinhängen. Und ich freu mich schon soo auf die Abschiedsbürokratie…
Neue Fotos gibt’s hoffentlich auch bald, wenn ich etwas mehr Zeit habe. Also wahrscheinlich einen ganzen Haufen kurz bevor ich mich auf die Reise mache;)

Wumms

25. Januar 2009

Ups, jetzt ist es schon wieder einen ganzen Monat her, dass ich nichts mehr geschrieben habe. Und der letzte Beitrag war auch nur so knapp. Tut mir leid! Wie man sich wahrscheinlich leicht denken kann, lag das an dem üblichen Stress, den man so im Austauschsemester erlebt. Da man das nur dann richtig verstehen kann, wenn man es selber erlebt hat, hier mal eine Definition des Austauschsemesterstresses, damit sich ein bemitleidenswerter, der diese Erfahrung (noch) nie gesammelt hat, zumindest theoretisch in diese Situation hineinversetzen kann:

Gemeiner Austauschsemesterstress, der. Der G. A. ist eine typische Situationsbeschreibung eines Studenten Weiterlesen »

Nachträglich frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch!

27. Dezember 2008

Ich wünsch’ euch allen nachträglich frohe Weihnachten! Bei mir hat sich zum Schluss doch noch der übliche Vorweihnachtsstress eingestellt, nur mit der Ausnahme, dass er auch nach dem Fest nicht aufgehört hat;) Deshalb bin ich auch leider nicht dazu gekommen, meine übliche Weihnachts-E-Mail pünkltich zu verschicken:( Hoffentlich freut ihr euch trotzdem noch;)

Die vielen Fotos, die ich in den letzten Tagen gemacht habe, konnte ich leider auch noch nicht hochladen – aber sie kommen noch, später, so gegen 6. Jänner, wenn ich von meiner kleinen Rundreise mit verwandtschaftlicher Begleitung nach Mammalapuram, Madurai, Kodaikanal, Kochin und Varkala wieder zurück bin. Dann kommen gleich mal wieder ein ganzer Haufen, wahrscheinlich.

Und weil ich bis dahin nicht mehr ins Netz komme, wünsche ich euch allen natürlich auch noch einen Guten Rutsch!

Island in the sun

22. Dezember 2008
Havelock, Beach #7, Andaman Islands

Havelock, Beach #7, Andaman Islands

On an island in the sun
We’ll be playing and having fun
And it makes me feel so fine
I can’t control my brain
-
Weezer

Die Andamanen sind genial, es waren genau zehn Tage, die ich überhaupt keinen Stress gehabt habe. Weiterlesen »